BelleVue Ort für Fotografie


Nathalie Guinand

«Dickicht»

 

Ein dichtes und undurchdringliches Gewirr von Ästen, Blättern, Stacheln – im Wald treffe ich auf mehr als nur auf Bäume. Ich wundere mich ob dem Gewucher der Natur und setze die analoge Mamyia auf dem Stativ umständlich ins Dickicht. Da bleibe ich hängen im Geäst, dort geht gar nichts mehr. Die Entscheidung, analog zu fotografieren und lange Wanderungen durch dichte Tessiner Wälder zu machen, entstand aus schlichter Überzeugung: In unserer technologisierten Welt empfinde ich es als erfrischend, in einem Dickicht zu stehen und nicht mehr weiterzukommen, ausgesetzt dem Gewirr und Gewucher, Gestrüpp und vielleicht dem vermeintlichen Chaos. Ich sehe dies durchaus auch in einem übertragenen Sinn.

 

Die Arbeit ist ein work in progress und beschäftigt mich in meinen freien Zeiten, als Kontrapunkt zu den Auftragsarbeiten.

 

Nathalie Guinand

Nathalie Guinand, geb. 19.6.1966 in Zürich.
Schulen und Lehre als kaufmännische Angestellte in Zürich. 
Praktikum als Fotografin bei Marc Straumann in Zürich, danach GAF, Gruppe Autodidaktischer FotografInnen und Assistentin bei diversen Fotografen und fotografischen Projekten.

 

Weiterbildung in Kulturmanagement an der Hochschule für Design und Kunst in Luzern.

Zwischen 2006 und 2010 Ausstellungsprojekt «Les Routiers» an der Weststrasse in Zürich. Planung und Organisation von Ausstellungen und Anlässen mit Schwerpunkt Fotografie. Als freie Fotografin für Presse und private Auftragsgeber unterwegs.

 

> www.guinandimage.com

> www.photobastei.ch